Orangenmond

Fünf Jahre nach dem Tod seiner Frau erfährt Georg, dass er nicht der Vater seines zehnjährigen Sohnes Emil ist. Zutiefst verletzt sucht er nach Antworten, die auch Milenas Schwester Eva nicht geben kann. Milena war damals in Italien, aber traf sie dort auch ihren Liebhaber? Auf der Suche nach Milenas Geheimnis begeben sich Eva und Georg auf eine Italienreise, die sie beide für immer verändern wird.

Nachdem ich für meinen vierten Roman einmal von der Emilia-Romagna über Rom nach Apulien durch Italien gezick-zackt bin, hier im Anhang der versprochene Bonus-Track

Meine Freundin Anna und ihre Mutter Laura kenne ich schon seit über 20 Jahren, und besuche sie sehr oft in Forlì. Dann wird immer viel gegessen… Unten findet ihr Lauras Piadine Rezept, dass sie mir genau so diktierte, wie Georg das im Buch widerfährt.
»Wie viel Salz?«
»Ach, bis es reicht…«
Übernachten kann man wunderschön im Palazzo Astolfi, nicht direkt in Forlì, sondern in Poggio Bernie: www.palazzoastolfi.it

Laura und ich
a tavola

Piadina von Laura

Sergios Fischladen »Lo Scoglio«

liegt garnicht in Pesaro… sondern mit einer sehr viel netteren Version des Roman-Sergio in Forli, an der Via Macero Saul 1 C… tanti saluti von Stefanie, falls ihr ihn dort besucht!

Das Pollo in Potacchio habe ich allerdings in den Marken gegessen. Eine köstliche italienische Version des Coq au vin, mit frischem Rosmarin und Weißwein.

Ein einfaches Rezept, 

wie geschaffen, um es an einem faulen Sonntagnachmittag vor sich hin schmurgeln zu lassen, und beim Essen einen italienischen Garten mit Pinien, Rosmarinbüschen und einem Apfelbaum, in dem ein Kronleuchter hängt, vor den Augen entstehen zu lassen…

Piadina wie Annas Mutter Laura sie macht…

  • 500 Gramm Type 00-Mehl (das bekommt man im italienischen Supermarkt, für normales Weizenmehl übernehme ich keine Verantwortung…!)
  • ½ Würfel frische Hefe
  • 230 ml lauwarme Milch
  • 50 Gramm Schweineschmalz
  • 1 Ei
  • 1 Esslöffel flüssiger Honig
  • ½ Teelöffel Salz (meine Interpretation von „quanto basta“)

Das Mehl in eine Schüssel sieben (macht euch die Mühe!) und in die Mitte eine Mulde drücken. Die Hefe reinbröckeln und mit der Milch auflösen, dabei kommt natürlich bisschen Mehl mit in die Hefe, keine Angst! Den Vorteig mit Mehl bestäuben und mit einem sauberen Tuch abdecken. An einem warmen Ort (ich stelle ihn immer in den minimal eingeschalteten Ofen) gehen lassen, bis nach 20 Minuten / einer halben Stunde an der Oberfläche Risse zu sehen sind.

 

Das Schmalz, den Honig, Salz und das Ei mit dem Vorteig verrühren, dann mit den Händen zu einem glatten Teig kneten. Die Teigkugel zugedeckt noch mal 20 Minuten gehen lassen.

Nun nochmal kräftig durchkneten und zu einer sechs Zentimeter dicken Rolle formen. Diese in Stücke von jeweils ca. 160 Gramm teilen. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit der azdora ausrollen. (Ein Nudelholz tut es zur Not auch…) Der Fladen sollte ungefähr 25 cm Durchmesser haben.

Laura piekst nochmal mit der Gabel überall in die Oberfläche hinein. Eine gusseiserne Pfanne (in meiner Teflonpfanne klappt es auch) erhitzen, ganz ohne Fett, und die Fladen darin nacheinander „trocken backen“, sodass sie an vielen kleinen Stellen, etwas „angebrannt“ wirken. Rausnehmen, abkühlen lassen, vorsichtig aufschneiden. Ja, das geht! Dann mit echtem Parmaschinken und Rucola füllen.

Meravigliosa!!

Pollo in Potacchio

In Perugia

war ich 1986 auf der Università per Stranieri. Seitdem hat sich nicht viel verändert, ach doch, ein paar Kinos sind verschwunden, und die Minimetro ist neu. Ansonsten, alles wie immer, Geschichte, wo man hintritt…

Das Kino unter dem Sternenhimmel

im Frontonepark ist ein Erlebnis, hinter der Bar ist der Steinbogen mit der Tür zu besichtigen. Das Cafe Sandri ist Pflicht, und das Essen im La Lumera auch! www.lalumera.it

Motorroller
Kirchen, wohin das Auge blickt
Der Espresso im "La Lumera"
Treppe bei Nacht

Pollo in Potacchio aus den Marken

1 Biohuhn, geteilt in 8 Stücke

  • 3 – 4 EL Olivenöl
  • 1 große Zwiebel, in dünne Ringe geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, in der Schale, nur angequetscht
  • 1 kl. Peperoncino, ohne Kerne, in winzigen Stückchen
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 Glas trockener Weißwein
  • 2 frische Rosmarinzweige, Nadeln, leicht zerschnitten
  • 50 ml Hühnerfond

 

Zunächst die Zwiebelringe und die Knoblauchzehen in reichlich Olivenöl dünsten. Erst, wenn die Zwiebeln praktisch gar sind, die Hühnerteile zugeben und mit ein wenig kleingehacktem Peperoncino leicht anbraten.

Fleisch aus dem Topf nehmen, das Tomatenmark andünsten (30 Sekunden) und mit einem Teil des Weins ablöschen. Eindampfen lassen, dann den Rest Wein zugeben, kurz aufwallen lassen, dann den Fond (darf auch etwas mehr sein), und das Huhn zugeben. In 20-30 Minuten im geschlossenen Topf fast gar ziehen lassen.

Nun die Rosmarinnadeln zugeben und noch etwa zehn Minuten bei geringer Hitze nachziehen lassen. Mit Salz und falls nicht scharf genug noch mehr Peperoncino gut abschmecken.
Kein großer Aufwand, und dennoch köstlich!

Dazu passt Reis oder Weißbrot, um die Soße auf zu tunken.

Fisch-Rezept von Filomena aus Rom

Rom!! ich habe mich verliebt in diese Stadt.

Auf der Jagd nach einem romantischen Nachtspaziergang für Eva und Jannis ist mir viel Lustiges widerfahren. Gegessen habe ich einfach, aber nicht weniger gut in der Trattoria da Marcello, Via die Zampano 12, im Stadtteil San Lorenzo. Die witzigste Eisdiele Roms ist der Palazzo del Freddo. Der hektische Charme einer Bahnhofshalle trifft dort auf römische Gelassenheit. Ich dachte, ich bin in einem Fellini-Film, das Eis ist zum Niederknien. www.palazzodelfreddo.it

Über die Zimmervermittlung AirBnB war ich dann Gast bei Filomena.

Dort habe ich Palombo mit schwarzen Oliven und Zwiebeln gegessen. Typisch römisch? Jedenfalls sehr lecker: Filos’s Rezept. Zum Erholen vom vielen Laufen und Schauen kann ich nur den Cimitiero acattolico empfehlen, U-Bahnstation Pyramide. Habe den Eingang mehr zufällig gefunden, und bin zwei Stunden, bis zur Schließung um 17 Uhr geblieben. Ein magischer Ort der Ruhe!

Legionäre
In den Straßen von Rom
Rom
Blick aus dem Orangengarten at
Blick aus dem Orangengarten
Cara Stefanie, grazie della mail.
avevi ragione, questa mattina ero seduta alla scrivania con il sole che 
entrava e la finestra chiusa per non far arrivare il rumore del traffico. 
sono molto felice che il tuo libro sia finito, bella la copertina che mi 
hai inviato, sì sì :-)
 
la ricetta del pesce mi dispiace deluderti era un’invenzione dell’ultimo 
momento, ma proverò a ricordare: il pesce era palombo che, se non ricordo 
male, avevo tagliato a pezzi e passato nella farina. nella padella avevo 
preparato il sugo, olio di oliva, cipolla e una bottiglia di passata fatta 
a mano da mia madre. (AH, anche l’olio è raccolto a mano dai miei genitori) 
Al sugo che bolliva ho aggiunto, olive nere senza nocciolo (quelle però, 
erano del supermercato)Quando il sugo si è un po‘ ritirato ho aggiunto il 
pesce, poggiandolo piano piano nel sugo, e senza toccarlo troppo, che se 
no la farina va via. Il pesce ci mette pochissimo a cuocere e in pochi 
minuti il piatto è pronto.

Accanto avevo messo del riso basmati, cotto al vapore, e una crema di 
lenticchie gialle.

uhm! che fame che mi sta venendo :-)

spero che la mia ricetta ti sia piaciuta e che ti possa aiutare per 
finire il tuo libro. Non vedo l’ora di sapere quando sarà pubblicato, 
farò il tifo per te!!!

un abbraccio
filomena

 

und hier die freie Übersetzung des Rezepts (eine Erfindung im letzten Moment, wie sie schreibt):
  • Filetstücke vom Palombo, Glatthai, oder ein anderer Fisch, mit festem Fleisch, gewälzt in Mehl
  • 1 kleine Flasche passierte Tomaten – ein Paket Pomito tut es auch, (da wir ja alle keine Mama haben, die uns ihr hausgemachtes Tomatensugo zur Verfügung stellt)
  • 2 weiße Zwiebeln
  • 3 Eßlöffel Olivenöl
  • 10 – 15 schwarze Oliven ohne Kern
  • Basmatireis

Die Linsencreme lasse ich weg, da ich nicht weiß, wie sie geht, und ich auch nicht so ein großer Fan davon bin…. schmeckt auch fantastisch ohne.
Die Zwiebeln in feine Ringe schneiden, in dem Olivenöl andünsten, passierte Tomaten und die Oliven dazu, einkochen lassen. Dann den Fisch vorsichtig hineingeben und gar ziehen lassen. Sollte nur ein paar Minuten lang dauern. Dazu Basmatireis reichen und sich in eine Küche nach Rom träumen…

Focaccia, wie Susanna Capurso sie macht

Apulien, paese dei trulli!

In der Nähe von Ostuni habe ich sehr oft in einem Trullo Ferien gemacht, daher die intimen Kenntnisse der Stinkewürmer und vieles mehr… Ich liebe die wilde apulische Landschaft, die rote Erde, die Feigen- und zahllosen Olivenbäume. Wenn ihr direkt in Ostuni wohnen wollt, wie bei Mamma Isa, dann schaut hier: www.nonnaisa.it, oder, wer es noch kuscheliger mag: www.i7archi.com

Ostunis Innenstadt

ist klein und überschaubar, sehr schön ist das Casbah Art Café direkt an der Piazza della Libertà. Man kann auf der Dachterrasse in einem der Bücher lesen, oder auf einem kleinen Balkon, im Schutze des Heiligen Oronzo und mit einem Drink in der Hand, die Menschen unter sich vorbeiziehen lassen.

Ein Focaccia-Rezept, das unter anderem auch in Hamburg funktioniert, kommt von der Schauspielerin Susanna Capurso, die es mir unter Auflage strengster Geheimhaltung verraten hat. Also heimst das Lob auf Partys ein, gebt es aber bitte nicht weiter!

Was habt ihr für Erfahrungen in diesen Städten gemacht? Über eine Mail freue ich mich sehr!

Die Nachbarin in Ostuni
Die Nachbarin in Ostuni
Kaktusfeigen
Hochzeit in Cisternino - Ostuni
Verfallener Trullo
Trulli in Ostuni
Gassen von Ostuni

Für 2 Focaccia:

  • 1 Kilo Mehl, Type 00 Wichtig! aus dem italienischen Supermarkt
  • 2 EL Salz
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 750 ml lauwarmes Wasser
  • 1 Dose kleine Tomaten (Pommodorini)
  • 24 schwarze Oliven ohne Kern
  • gutes Olivenöl
  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • Oregano

Werkzeug:
– 1 Gabel 
– 1 Form 

Ich habe mir beim Türken zwei dieser flachen, runden, mit Teflon beschichteten Metallformen gekauft, Durchmesser 36 cm, die gerade noch so auf den Boden meines Backofens passen.

Die Hefe im Wasser auflösen, das Mehl in eine große Schüssel sieben, das Wasser mit der Hefe mit einem Mal auf das Mehl schütten, nur mit einer Gabel durchrühren, Gabel muss „leicht“ gehen. 5 EL Olivenöl dazu, glatt rühren. Ca. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Nun den Teig vorsichtig teilen und in jeweils eine der flachen Formen geben.

Glatt streichen, alles nur mit der Gabel und viel Ruhe…, den Teig nicht unnötig „strapazieren“, wie Susanna sagt. Nochmal etwas gehen lassen.

Fleisch aus dem Topf nehmen, das Tomatenmark andünsten (30 Sekunden) und mit einem Teil des Weins ablöschen. Eindampfen lassen, dann den Rest Wein zugeben, kurz aufwallen lassen, dann den Fond (darf auch etwas mehr sein), und das Huhn zugeben. In 20-30 Minuten im geschlossenen Topf fast gar ziehen lassen.

Nun die Rosmarinnadeln zugeben und noch etwa zehn Minuten bei geringer Hitze nachziehen lassen. Mit Salz und falls nicht scharf genug noch mehr Peperoncino gut abschmecken.
Kein großer Aufwand, und dennoch köstlich!

Dazu passt Reis oder Weißbrot, um die Soße auf zu tunken.